4.1. | Ein Neubeginn im Jahr 1990

Die Gründung des FSV Laage 07, der Streit mit der städtischen „Obrigkeit“ und der Ruf nach einem Laager „Großverein“.

Der politischen Wende folgte auch die Wende im sportlichen System. Obwohl das ehemalige Sportsystem der DDR, im Gegensatz zum Wirtschaftssystem, keinesfalls marode und leistungsschwach war, mussten sich die ehemaligen Sportler der DDR den neuen Bedingungen der Sportführung der BRD anpassen bzw. mussten sie dieses System übernehmen. So vollzog sich dieser Prozess auch im Fußball. Aus der Sektion Fußball der BSG Traktor Laage wurde so am 18.06.1990 der Fußballverein -FSV Laage 07-. An diesem Tag stellte der Bürgermeister, Herr Steinke, den Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister des Kreises Güstrow. Die diesbezüglichen Eintragungen lauteten:

Name des VereinsFußball-Sportverein Laage 07 e.V.
Als bevollmächtigte Vertreter des Vereins sind eingetragenJürgen Schülke, Geschäftsführer Hans-Joachim Lieske, 1. Vorsitzender Klaus Dievenkorn, Stellv. Vorsitzender Sascha Ernst, Jugendleiter Cornelia Glasow, Kassenwart
Im Rechtsverkehr vertritt den VereinUlrich Hoth

Eine Urkunde zur Aufnahme in das Vereinsregister VR 58 Blatt 1 wurde zum 10.08.1990 erteilt. Mit dem Datum vom 12.03.1991 wird die Mitgliedschaft des FSV Laage 07 im Landesfußballverband Mecklenburg – Vorpommern bekundet.

Die zur Gründung des Vereins gehörende Satzung enthält u. a. folgende Kerngedanken: Der Fußball- Sportverein Laage 07 e.V. im weiteren Textverlauf FSV Laage 07 genannt, ist eine freiwillige, gemeinnützige Vereinigung der Sportart Fußball mit Sitz in Laage,    Der FSV Laage 07 hat die Aufgabe, den Fußballsport im Territorium der Stadt Laage zu pflegen und zu fördern. Er wird ehrenamtlich geleitet und vertritt keine parteipolitischen Interessen. Der FSV Laage 07 verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Die im Vereinsregister genannten Personen stellen den ersten Vorstand des neugegründeten Vereins. Willi Milhahn, viele Jahre in der Sektionsleitung des Vorgängervereins tätig, wurde als Ehrenmitglied benannt. Mit diesem Vorstand startete der FSV Laage 07 in eine neue Zeit. Mit den Sportfreunden Hans-Joachim, genannt „Hansa“ Lieske und Jürgen Schülke übernahmen langjährig bewährte Sportfreunde aus der alten Sektionsleitung das Ruder. Der Sportfreund Klaus Dievenkorn zog sich mehr und mehr aus der Sportarbeit zurück. Dennoch besitzt der neue Verein eine gute Ausgangsposition, um den Fußballsport in Laage unter gänzlich neuen Bedingungen zu organisieren. Es gab also ab sofort keine Sektion Fußball mehr im Sinne einer Abteilung in einem Mehrspartenverein, wie es einmal in der BSG Traktor Laage war, sondern der neue FSV Laage 07 war ein Einsparten-Verein mit voller Eigenständigkeit. Es war eine „Eigenständigkeit“in vielfacher Art und Weise und so bisher noch nie da gewesen. Die größte Eigenständigkeit die nunmehr bestand, lag darin, dass dieser neue Verein sich auch selbst finanzieren musste. Die bisherigen Geldgeber kämpften selbst ums Überleben. Sie hatten auch keine ökonomische Bindung und politische Aufgabe mehr. Das waren neue Bedingungen für die Vereinsführung. Wie hat nun die Vereinsführung die erste Legislaturperiode bewältigt? Der Rechenschaftsbericht zur Vorstandswahl im August 1994 enthält dazu folgende Aussagen:

Große Schwierigkeiten bereiteten uns nach der Wende besonders die Absicherung der Auswärtsspiele. Noch halfen uns die noch bestehenden Genossenschaften, unsere ehemaligen Partner aus dem Gemeindeverband, die aber nunmehr selbst ums Überleben kämpfen mussten. Hilfreich für den Verein war auch in den ersten Jahren nach der Wende die kostenlose Nutzung der Plätze 1 und 2 der Recknitz-Kampfbahn, die Nutzung der Sporthalle, des Schlackeplatzes sowie der Umkleidekabinen im Speisegebäude. In dieser Beziehung hat uns die Kommune bislang sehr großzügig unterstützt. Denn nach der Wende gingen diese Anlagen in das städtische Eigentum über. Groß ist deshalb die Hoffnung, dass auch die kostenlose Nutzung in den kommenden Jahren noch so bleibt”.

Weiter heißt es im Bericht:

Im Zuge der weiteren Gestaltung der Einheit Deutschlands und im Rahmen der Währungsunion vollzog sich im finanziellen Bereich ein totaler Wandel und somit auch der völlige Ausfall von Zahlungen durch die landwirtschaftlichen Betriebe und Einrichtungen, wie es zu DDR-Zeiten erfolgte. Neue Geldgeber mussten also gefunden werden, um die Aufgaben, besonders die des Spielbetriebes zu gewährleisten“.

Das sogenannte „Klinkenputzen“ nahm somit seinen Anfang. Eine Aufgabe die für alle Vorstandsmitglieder zur ständigen Tätigkeit wurde. Mit Briefen, mit gesonderten Einladungen zu besonderen Veranstaltungen und mit persönlichen Besuchen bei Unternehmen der Stadt, bei Institutionen und bei Einzelpersonen wurde versucht, Sponsoren zu gewinnen. Neue Projekte und Systeme der Sportförderung durch die Kreis- und Landesverwaltungen, insbesondere aber auch durch die Kreis- und Landesverbände, waren im Entstehen, konnten aber den enormen Bedarf nicht abdecken. So blieben einige Wünsche der Sportler auf der Strecke, weil viele Anträge auf Sportförderungen abgelehnt wurden und somit auch schnell zeitweilige Zahlungsunfähigkeit entstehen konnte. Im Kassenbericht für den Zeitraum vom 01.01.1991 bis 31.12.1993 ist die Position „Einnahmen aus Sponsorengelder“ mit 39% enthalten. Zusammen mit den Einnahmen aus Bandenwerbung und Beiträgen beträgt der Anteil dieser Einnahmen insgesamt 75%. Zuwendungen vom Kreis- und Landessportbund, sowie Eintrittsgelder ergeben dann die restlichen 25 %, die aber in ihrer absoluten Summe nicht ausreichten zur Abdeckung der entstandenen Kosten. Die Bilanz der Jahre 1991 bis 1993 enden somit mit einem Minus von 8.857,30 DM. Auf drei Jahre bezogen, keine so schlechte Bilanz, wenn man bedenkt, welcher persönlicher Aufwand der Vorstandsmitglieder erforderlich ist, um Geld zu beschaffen. Trotz dieser finanziellen Negativbilanz in den ersten 3 Lebensjahren des Vereins wurde die Entlastung des Vorstands vorgenommen und ein neuer Vorstand mit folgenden Sportfreunden gewählt:

VereinsvorsitzenderMatthias Thümmel
stellv. VorsitzenderSascha Ernst
GeschäftsführerJürgen Schülke
JugendleiterHans-Joachim Lieske
ÖffentlichkeitsarbeitKlaus Dieter Hoffmann

Sportfreund Lieske übernahm wieder die Tätigkeit des Jugendleiters. Mathias Thümmel, in den 80er Jahren als Spieler im Herrenbereich aktiv, übernahm nun das Zepter des Vereinsvorsitzenden. Klaus Dievenkorn widmete sich mehr und mehr seiner beruflichen Herausforderung mit seinem Unternehmen „dc Teamsport Nord Vereinsausrüster“. Jährlich organisierte er seine Teamsport Nord Supercup Turniere, welche mit viel Einsatz und Arrangement des gesamten Vereins des FSV Laage 07 gemeinsam durchgeführt wurden. Im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern waren diese Turniere in aller Munde.

Aber diese zeitweilige Abwesenheit von der direkten Vereinsleitung war nur von kurzer Dauer, denn auf der nächsten Vorstandswahl wurde er wieder zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand, am 03.06.1997 gewählt, hatte nunmehr folgende Zusammensetzung:

VereinsvorsitzenderKlaus Dievenkorn
stellv. VorsitzenderAndreas Pieper
GeschäftsführerJürgen Schülke
JugendobmannJörg-Dieter Peeck
KassenwartSascha Ernst
KulturJörg Brodersen
Ernst-Otto Thodeohne Stimmrecht

Als Kassenprüfer wurden benannt: Hermann Lüth und Matthias Thümmel.
Mit diesem erneuten Führungswechsel im Verein begann, obwohl noch vor einigen Jahren die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und mit dem Ausschuss für Kultur, Sport und Bildung der Stadt gelobt wurde, ein langanhaltender Streit zwischen der „Vereinsobrigkeit“ und der „Obrigkeit“ der Stadt. Die inzwischen auseinandergehenden Meinungen über die Nutzung, über die Instandhaltung, über Umbauten und letztlich über die Zahlung von Nutzungsgebühren für Sportanlagen wurden nun zum Dauerthema der Auseinandersetzungen und der gegenseitigen Beschuldigungen.

Während die Beteiligten bis 1990 noch alle in einem Boot saßen, nämlich im damaligen „Sportrat des Gemeindeverbandes“ und somit die Verantwortung für die Entwicklung des Sportes in Laage gemeinsam trugen, hatten nunmehr viele Sporttreibende Vereine, der Bürgermeister und der Stadtausschuss für Sport, Bildung, Soziales und Kultur das „Sagen“ auf diesem Gebiet. Dabei vertraten die Vorstandsmitglieder des FSV Laage 07 die Auffassung, dass die Stadt, obwohl der Fußballverein noch die meisten Sportveranstaltungen organisiert und durchführt und vor allen Dingen die Jugendlichen von der Straße geholt hatte, zu wenig unternahm, um die Bedingungen für den Fußballsport zu verbessern bzw. das Niveau vergangener Jahre zu sichern. Im Vorstand des Vereins wurde sogar von „Desinteresse“ der Stadtvertreter gegenüber dem Fußballgeschehen gesprochen. Diese generelle Auffassung wurde in den nächsten Jahren zum Hauptmotiv des Streits.

Eine zum 27.10.1998 vom Fußballverein einberufene Sportversammlung sollte als öffentliches Forum zur Klärung vieler offener Fragen beitragen. In der internen Konzeption des Vereins sprach man unter sich sogar von einem recht spöttischen Motto, unter dem die Versammlung stehen sollte, nämlich unter dem Motto: „1jähriges Bestehen der zähen Verhandlungen mit sportlich Desinteressierten“. Das war zu dieser Zeit die alleinige Auffassung der Fußballer.

Herr Eckard Rosentreter veröffentlicht zu dieser Versammlung im „Güstrower Anzeiger“ folgende Beiträge:

„Für Zukunft des Laager Fußballs“ (in Vorbereitung der Versammlung)

„Erst flogen die Fetzen, jetzt redet man miteinander“ (Artikel nach der Versammlung)

Im ersten Beitrag ging es um den Zustand der Spielplätze. Der 2. zur Verfügung stehende Platz war in einem sehr schlimmen Zustand und bald nicht mehr bespielbar. Bei einem derartigen Spielbetrieb, es befanden sich zu dieser Zeit neun Mannschaften im Spielbetrieb, war auch der gerade erst sanierte 1. Platz bald wieder in einem unmöglichen Zustand. Somit bestand ernsthaft die Gefahr, Nachwuchsmannschaften aus dem laufenden Spielbetrieb abzumelden. Weitere Probleme die unbedingt einer Klärung bedurften, waren u.a. die Schaffung besserer Trainingsmöglichkeiten auf dem Lichtplatz, bessere Koordinierung der Vergabe der Hallenzeiten und die Perspektive des Speisegebäudes, insbesondere die Nutzung der Kellerräume. Es waren alles berechtigte Forderungen, die einer schnellen Klärung bedurften.

Der zweite Beitrag schildert die Versammlung und klärt ein bisschen die Fronten zwischen den Streitenden. Obwohl auf dieser Versammlung, so heißt es jedenfalls im besagten Artikel, die „Fetzen“ flogen, konnten noch nicht für alle anstehenden Probleme Lösungen gefunden bzw. angedacht werden. Dafür gab es aber zunächst noch mal schriftliche Antworten und Angriffe der Seite der „Desinteressierten“.

In der Presse heißt es dazu:

Ausschuss weist Vorwürfe zurück und meint: „Der FSV ist stets Thema im Ausschuss“.

Im „Bürger Blitz“ vom 29.11.1998 heißt es unter Sport kurz kommentiert u.a.:
„Der Vorstand muss sich die Frage gefallen lassen, ob er der richtige ist, (gemeint ist sicherlich an dieser Stelle der Vereinsvorsitzende) der den Fußballsport in Laage voranbringt“.

Eins darauf setzte dann noch, ein mit dem Kürzel „druh“ im Laager Stadtanzeiger Nr 11/98 Schreibender mit dem Artikel:
„Wohin rollt der Laager Fußball?“- ein Resümee.

Letztlich einigte man sich mit Hilfe einer bekannten DDR-Floskel, nämlich: „Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis“. Ende November hieß es dann in der Presse:

Sportvereine in ein Boot bugsieren

Diesmal kam der Anstoß von „oben“. Der damalige Bürgermeister Dr. Uwe Heinze regte an, eine Arbeitsgemeinschaft der Sportvereine in Laage zu bilden, um das Speisegebäude umzubauen, um allen Sportlern eine Nutzung zu ermöglichen.

Damit wurden aber für die auf der Sportversammlung vom Vorstand vorgetragenen weiteren Forderungen noch keine Lösungen in Aussicht gestellt. Mit der Sportversammlung am 27.10.1998 hatte sich die Lage zwar insgesamt etwas entspannt, aber der persönliche Streit zwischen dem Bürgermeister und dem Vereinsvorsitzenden eskalierte weiter bis zum Gipfelpunkt des Streits, der Aufkündigung der Zusammenarbeit des Bürgermeisters mit dem Vereinsvorsitzenden. Mit den beiden offiziellen Schreiben von Herrn Dr. Uwe Heinze, Bürgermeister der Stadt, an den Vorsitzenden des FSV Laage 07, Herrn Klaus Dievenkorn und an dem Geschäftsführer des Vereins, Herrn Jürgen Schülke, vom 21.und 22.01.1999, wurde der Stab endgültig gebrochen.
In diesen Schreiben forderte der Bürgermeister folgendes:

„Der Vereinsvorsitzender Klaus Dievenkorn möge sich entschuldigen und eine Unterlassungserklärung abgeben, des Weiteren lehnt der Bürgermeister jede weitere Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorsitzenden ab“.

Damit wurde dem Fußballverein die Pistole auf die Brust gesetzt und der Vorstand wurde zum Handeln gezwungen. Am 02.02.1999 meldet der Geschäftsführer Jürgen Schülke dem Landesfußballverband M/V, dass mit sofortiger Wirkung Herr Matthias Knabe neuer Vereinsvorsitzender beim FSV Laage 07 ist. Der Vereinsvorsitzende trat auf eigenem Wunsch zurück. Klaus Dievenkorn wurde somit aus dem Schussfeld des öffentlich geführten Streits gezogen.

Der sofortige Wechsel in der Vereinsführung war möglich, weil der Sportfreund Matthias Knabe auf der Jahreshauptversammlung am 07.04.1998 im Rahmen der Aufstockung des Vorstands auf 9 Personen als weiteres Mitglied im Vorstand gewählt wurde. Weitere Vorstandswahlen und Jahreshauptversammlungen mit Veränderungen im Vorstand folgten. Auf der Mitgliedervollversammlung am 30.11.2000 wurde ein neuer Vorstand in folgender Besetzung gewählt:

VorsitzenderBernd Hage
stellv. VorsitzenderAndreas Pieper
GeschäftsführerJürgen Schülke
NachwuchsleiterJörg-Dieter Peeck
KassenwartSascha Ernst
Sponsoring und SonstigesHolger Hengevoß

Ein sehr starker Vorstand, besetzt mit ehemals aktiven Fußballern. Der neue Vereinschef, Bernd Hage war schon fast 30 Jahre im Verein. Er spielte in allen Altersklassen des Nachwuchsbereiches und später im Herren- und Seniorenbereich. Somit war der Vorstand für die nächste Legislaturperiode gut aufgestellt. Die nächsten Aufgaben bestanden darin:

  • das Spieljahr 2000/2001 erfolgreich zu Ende zu bringen
  • das Spieljahr 2001/2002 vorzubereiten,
  • die Sicherung der Finanzen für das nächste Jahr,
  • die Fortsetzung der Auseinandersetzungen mit der „Crew“ des Bürgermeisters, u.a. um die Sanierung des 2. Sportplatzes, um die Bildung eines „Laager Großvereins“ und um die Verbesserung der „Rundumbedingungen“ auf der Recknitz-Kampfbahn.

Die Saison 2000/2001 wurde insofern erfolgreich beendet, als dass die I. Männermannschaft zwar nur Rang 14 in der Landesliga West belegte, das bedeutete aber Nichtabstieg.

Wichtig war auch, dass die II. Mannschaft in der Saison 2000/2001 den Spielbetrieb wieder aufgenommen hatte und mit Anhieb wieder in die Kreisliga aufsteigen konnte, das ist auch mit ein Verdienst von Sascha Ernst, der die Betreuung dieser Mannschaft inzwischen übernommen hatte. Zu einer erfolgreichen Männermannschaft haben sich auch die „Alten Herren“ entwickelt. Ob in der Kreisklasse oder in der Kreisliga, sie ist immer in der Tabellenspitze zu finden. Auch die Nachwuchsarbeit konnte durch den Nachwuchsleiter Jörg-Dieter Peeck insgesamt stabilisiert und weiterentwickelt werden. Die Organisation und Durchführung vieler Turniere in der Halle und auf dem Feld waren beispielgebend und der Laager Tradition folgend. Ein nicht bespielbarer 2. Sportplatz und ein fehlendes Domizil auf dem Sportgelände hatten zur Folge, dass in der abgelaufenen Legislaturperiode kein Länderspiel und keine Pokalendspiele auf Landesebene in Laage stattfanden. Der Vorstand des FSV Laage 07 hatte also noch viele Reserven zu erschließen und das nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch im gesamten Vereinsleben, denn Feste und Feiern werden, so die Aussagen im letzten Rechenschaftsbericht des Vorstandes, zu selten durchgeführt. Es ist auch alles eine Frage des Geldes. Deshalb blieb die wichtigste Aufgabe des Vorstandes, die Geldbeschaffung immer wieder neu anzukurbeln. Dabei ging es sowohl um den Erhalt vorhandener Sponsoren und um die Gewinnung neuer Spender, denn wie heißt es doch so schön: „Ohne Moos, nichts los“.

Sehr erfolgreich war die Arbeit des Vorstandes auch bei der Gewinnung von Schiedsrichtern. Eine Aufgabe, die jedes Jahr erforderlich ist, um die relativ hohen Auflagen zu erfüllen. Derzeit war der Verein sehr gut bestückt mit den sogenannten Herren in „Schwarz“. Für den Verein waren gemeldet: Henning Dehlsen, Hermann Lüth, Gerhard Bengsch, Mirco Schwalbe, Gerd Braun und Frank Maas. Sie waren nicht nur auf dem Platz zu finden, sondern einige dieser Sportfreunde arbeiteten auch erfolgreich in diesbezüglichen Ausschüssen des Fußballkreisverbandes. Alles in allem ist also festzuhalten, dass der Vorstand, wie oft behauptet wird, nur ein „Diskutierclub“ ist, sondern eine auf freiwilliger Basis arbeitende Institution zum Wohle aller im Club vereinten Fußballer.

Trotz guter Arbeit des Vorstandes begann aber dennoch in den Spieljahren 2000/2001 bis 2005/2006 eine gewisse Stagnation in der sportlichen Entwicklung, gemessen an der Entwicklung der I. Männermannschaft. Sie stieg in dieser Zeit aus der Landesliga West über die Bezirksliga Nord ab in die Bezirksklasse. Dieser sportliche Abstieg und auch die zunehmende Unterfinanzierung des Vereins führte zu weiteren Spannungen im gesamten Umfeld des Sportes. Der Ruf, besonders der Laager Stadtvertreter, des Bürgermeisters und auch einiger Sportvereine, nach Bildung eines Laager „Großvereins“ nahm ständig zu.

weiter – 4.2. Bildung des Laager SV 03 und das „Jubiläumsjahr 2007“
Geschichte – über 100 Jahre Fußball in Laage

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