Am Ende gezeigt was sie können

Laager Damen schließen die Saison mit Heimniederlage gegen SV Empor Kühlungsborn ab, zeigen aber einen Qualitätssprung.

Auch wenn das Endergebnis von 19:29 anderes vermuten lässt, konnte man am vergangenen Sonntag vor der Leistung der Damenmannschaft des Laager SV 03 den Hut ziehen. Um die Leistung jedoch in einem Zusammenhang stellen zu können bedarf es mehr als nur die Betrachtung dieses Spiels.

An dieser Stelle sei gesagt, dass man nicht alle Saisonspiele gesehen haben muss, um die Entwicklung der Mannschaft beurteilen zu können. Es reichten die beiden letzten Saisonspiele an diesem Wochenende. Doch von Vorn:

Laager SV 03 – Ribnitzer HV 9:49 (3:25)

Am Samstag empfing der Laager SV die Damen des bereits als Aufsteiger in die Verbandsliga feststehenden Bezirksmeisters Ribnitzer HV. Von Beginn an zeigten diese, weshalb sie zurecht an der Tabellenspitze stehen. Über die Stationen 0:8, 2:12 und 3:20 ging es aus Sicht der Damen um Trainer Philipp Bänsch mit 3:25 in die Pause. In dieser Halbzeit war vieles verloren gegangen, was in den letzten Spielen eigentlich gut klappte. Vorne wurde überhastet abgeschlossen, freie Würfe wurden nicht im Tor untergebracht oder eine klare Möglichkeit gar nicht herausgespielt. Zudem bekam man die schnelle und eingespielte Ribnitzer Mannschaft in der Abwehr nicht in den Griff. Entsprechend deutliche Worte fand der Trainer in der Halbzeit. Die Frauen ließen jedoch nicht den Kopf hängen und suchten selbst nach geeigneten Möglichkeiten, die drohende hohe Heimniederlage abzuwenden. Diese stand jedoch nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel: 9:49! Die Ribnitzerinnen verstanden es aus ihren Möglichkeiten, unter anderem auch mit schnellem Umkehrspiel in der 1. und 2. Welle immer wieder freie Würfe zu erspielen und das Laager Angriffsspiel alleine durch gute Beinarbeit zu unterbinden.

Wir gratulieren hiermit den Damen des Ribnitzer HV zur Meisterschaft und wünschen viel Erfolg in der neuen Saison in der Verbandsliga

Nr.NameT7mgelb2min
1Muntau S.
2Gaevert N.
4Ruhm, A.
5Cichalla, J.
7Bänsch N.1
12Münch, F.1
14Sperling T.
16Handke V.
19Burke C.1
22Förster I.
24Burmeister E.4X1
73Bahr A.20/1X
95Günther A.
98Schmeichel M.
Offizielle     
ABänsch P.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Nach dem Spiel hieß es also den Kopf frei machen und sich auf die eigenen Stärken besinnen. Man hatte am Sonntag einiges gut zu machen. Zum einen sich selbst gegenüber, zum anderen auch gegenüber den zahlreichen Fans, die die Mannschaft bis zur letzten Sekunde unterstützten.

Laager SV 03 – SV Empor Kühlungsborn 19:29 (11:17)

Der nächste Tag, das nächste Spiel. Allerdings mit Verspätung. Aufgrund eines fehlerhaft eingestellten Transponders konnte das Spiel gegen Kühlungsborn nur mit Verspätung angepfiffen werden, da den Mannschaften der Zugang zur Halle verhindert wurde. Vielleicht ein Umstand, den die Laagerinnen besser verkrafteten.

Vor Beginn des Spiels wurde noch einmal an die eigenen Stärken appeliert und an die Zuschauer erinnert, welche trotz der hohen Niederlage gegen den Ribnitzer HV wieder zahlreich erschienen waren. Entsprechend motiviert begannen die Laagerinnen. Und gleich zu Beginn bekam Steffi Muntau im Tor eine Hand an den Ball, der ihr, wie sich im weiteren Spielverlauf zeigen sollte, Selbstsicherheit gab. Im Verlauf des weiteren Spiels vereitelte sie mehrere gute Möglichkeiten der Kühlungsbornerinnen, darunter 3 von 4 Siebenmetern. Angestachelt von einer tollen Atmosphäre fand die Heimmannschaft viel besser ins Spiel als noch 24 Stunden zuvor. Auch mit einer ungewohnten 4:2 Deckung der Gäste fanden die Frauen immer wieder Abschlussmöglichkeiten. Wenn auch nicht zwingend herausgespielt so setzten sie sich mit zum Teil großem Willen durch und trafen regelmäßig. Es tat sich ein ausgeglichenes Spiel auf, in dem die heimischen Damen immer wieder Nadelstiche setzten und den Kühlungsbornerinnen das Leben schwer machten.

3:4, 6:7, 10:12 – man konnte kaum glauben, dass man im Hinspiel noch 44:15 verloren hatte. Leider konnte man die Intensität nicht über die gesamten 30 Minuten halten, wodurch es mit einem 11:17 in die Pause ging. Noch einmal verschnaufen und sich auf die letzten 30 Minuten der Saison einstimmen.

Auch nach der Pause gab es keinen Bruch im Spiel, man konnte das Tempo wieder aufnehmen und wiederum ein ausgeglichenes Spiel abliefern. Nach ca. 40 Minuten entschied sich der Trainer des Laager SV dann dazu, durchzuwechseln und im letzten Saisonspiel allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben.

Auch in dieser Phase konnte man das Spiel weiterhin ausgeglichen halten und in Schlagdistanz bleiben. Am Ende reichten jedoch die Kräfte nicht mehr ganz, um das Ergebnis von 19:29 besser zu gestalten. Dennoch honorierten die anwesenden Zuschauer das Spiel der Damen.

Nr.NameT7mgelb2min
1Muntau S.3/4 gehalten 
2Gaevert N. 
7Bänsch N.3X1
14Sperling T. 
16Handke V. 
19Burke C.3X
22Förster I. 
24Burmeister E.7X1
31Jürn H. 
44Günther A. 
73Bahr A.4 
98Schmeichel M.21/1 
Offizielle     
ABänsch P. 

Nach dem Spiel zeigte sich dann auch die Verbundenheit der Damenmannschaft mit dem Verein, als man geschlossen die Herren anfeuerte und den Treffer zur Vizemeisterschaft bejubeln konnte.

Doch zurück auf Anfang

Weshalb braucht man nicht alle Spiele gesehen zu haben, um die Leistung der Damen und ihre Entwicklung wertzuschätzen?

Das Spiel gegen Ribnitz spiegelte das wider, was noch zu Beginn der Saison oftmals zu sehen war. Wenig klare Spielzüge, technische Fehler und zum Teil fehlende Bereitschaft einen Schritt mehr zu gehen, um der Mannschaft zu helfen. Aber sei es drum.

Am Sonntag gegen Kühlungsborn wurde gezeigt was die Damen über die Saison hinweg gelernt haben. Durchsetzungsstärke, Präsenz im Zweikampf, den Blick für die freie Mitspielerin das gemeinsame Bespielen des Gegners – eine Basis, die für die nächste Saison hoffen lässt und für die anstehende Saisonpause Motivation geben wird.

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